Steine bemalen mit Kindern sorgt für das schönste Chaos, und mit ein bisschen Vorbereitung bleibt dieses Chaos auf die Farbe beschränkt. Hier ist ein Nachmittag, der funktioniert, vom Tisch bis zum Trockengestell, mit Tipps für Kleinkinder und für Kinder, die schon genau wissen, was sie wollen.
Stell vorher alles bereit
Du brauchst nicht viel: glatte Steine, Acrylfarbe in ein paar Grundfarben, Pinsel in zwei Größen, ein paar Acrylstifte, einen Becher Wasser, Küchenpapier und Klarlack für später. Gib die Farbe in kleinen Klecksen auf einen alten Teller oder einen Deckel, dann greift niemand sofort nach der ganzen Tube. Je weniger Farben gleichzeitig auf dem Tisch, desto weniger braun das Ergebnis.
Deck den Tisch ab
Eine alte Tischdecke, ein Müllsack oder ein Stück Karton unter den Steinen verhindert fleckige Tische und böse Blicke. Schürzen oder alte T-Shirts als Malerkittel funktionieren besser, als du denkst. Acrylfarbe geht mit Wasser raus, solange sie nass ist; einmal getrocknet, bleibt sie für immer. Halte also ein feuchtes Tuch bereit.
Such die richtigen Steine aus
Große, glatte Steine sind für kleine Hände am einfachsten. Lass die Kinder sie bei einem Spaziergang oder im Garten selbst aussuchen, das ist schon der halbe Spaß. Wasch sie vorher und lass sie gut trocknen, sonst rutscht die Farbe ab, bevor sie trocken ist.
Eine weiße Grundierung spart Zeit
Eine dünne Schicht weiße Acrylfarbe als Grundlage lässt die Farben stärker leuchten und deckt den Stein schneller. Trag sie am besten am Abend vorher auf, dann liegen am nächsten Nachmittag weiße Steine bereit, die nach Farbe betteln. Für Kleinkinder ist so ein weißer Stein schon fast fertig zum Verzieren.
Für die Allerkleinsten
Fingerfarbe oder dicke Pinsel mit kurzem Stiel funktionieren am besten. Denk nicht an perfekte Bilder, sondern an Punkte, Streifen und Fingerabdrücke: Genau das macht einem Kind am meisten Spaß. Mit zwei Pünktchen und einem Strich von einem Erwachsenen wird aus einem Fingerabdruck plötzlich ein Marienkäfer.
Für etwas ältere Kinder
Wattestäbchen machen saubere Punkte für Blümchen oder Mandalas, und eine Bleistiftskizze vorab zeichnet die Linien vor, die sie danach ausmalen. Acrylstifte sind ideal für Text, wie einen Namen oder „Schönen Tag!“. Lass sie vorher überlegen, für wen der Stein ist: einen unbekannten Finder, Opa oder die Lehrerin. Dann bekommt das Motiv ganz von selbst eine Geschichte.
Vergiss die ID nicht
Registriert den Stein zusammen in der App, und lass das Kind den Namen aussuchen. Die ID draufschreiben und den Stein verstecken ist genauso spannend wie das Malen selbst.
Mit einer Familie in der App hat jeder seine eigenen Steine, und ihr seht gegenseitig eure Reisen. Die Namen von Kindern kannst du nur innerhalb der Familie sichtbar machen. Der schönste Moment kommt oft Wochen später, wenn du beim Abendessen erzählst, dass der Stein deiner Tochter in den Niederlanden aufgetaucht ist.
Halt es kurz und hör rechtzeitig auf
Eine Stunde Malen reicht den meisten Kindern, Kleinkindern oft eine Viertelstunde. Hör auf, solange es noch Spaß macht, nicht erst, wenn alle müde sind. Zwei oder drei Steine pro Kind sind eine gute Zahl: Dann bleibt Zeit für Sorgfalt, und es bleiben Steine übrig, die ihr später zusammen versteckt. Farben und Steine kommen in eine Kiste, die nächstes Wochenende schnell wieder auf dem Tisch steht.
Trocknen und lackieren
Gib der Farbe mindestens eine Stunde und lackiere den Stein erst, wenn er sich ganz trocken anfühlt. Lackieren ist eine Aufgabe für Erwachsene, vor allem mit Sprühlack: draußen und die Kinder auf Abstand. Am nächsten Tag dürfen die Kinder selbst entscheiden, wohin ihr Stein kommt. Ein Spaziergang, um ihn hinzulegen, ist der perfekte Abschluss des Projekts.



