Nichts ist ärgerlicher als ein wunderschön bemalter Stein, der nach einem Regenguss wie ein Aquarell aussieht. Mit dem richtigen Stein, der richtigen Farbe und einer guten Lackschicht bleibt dein Motiv jahrelang schön, auch wenn er einen Winter draußen liegt. So gehst du vor.
Fang mit dem richtigen Stein an
Such dir einen glatten, nicht porösen Stein aus. Kiesel aus dem Garten, vom Strand oder aus einem Beutel Deko-Steine eignen sich gut. Ein Stein, der in deine Handfläche passt, ist groß genug für ein Bild und eine gut lesbare ID. Wasch ihn zuerst mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel und lass ihn ganz trocknen, am besten über Nacht. Ein poröser Stein wie Sandstein saugt die Farbe auf, und die Farben wirken matt.
Eine Grundierung macht den Unterschied
Trag zuerst eine dünne Schicht weiße oder helle Acrylfarbe auf die Oberseite auf. Darauf leuchten die Farben stärker, und du brauchst weniger Schichten. Lass die Grundierung gut trocknen, bevor du weitermachst, sonst laufen die Farben ineinander. Auf einem dunklen Stein kannst du auch ohne Grundierung mit kräftigen Farben malen: Dieser Kontrast fällt draußen sofort auf.
Acrylfarbe gewinnt
Acrylfarbe haftet gut auf Stein, deckt in ein oder zwei Schichten und gibt es in jeder Farbe. Ein Grundset aus dem Bastelladen reicht völlig. Plakafarbe und Wasserfarbe lösen sich im Regen, und Nagellack blättert nach ein paar Wochen ab. Für feine Linien, Text und die ID des Steins sind Acrylstifte ideal: Sie schreiben wie ein Filzstift, halten aber wie Farbe.
Schreib die ID gut lesbar drauf
Die ID braucht ein Finder, um die Reise deines Steins zu sehen. Schreib sie auf eine glatte, einfarbige Stelle, meistens die Unterseite, und nicht zu klein. Achte auf Groß- und Kleinbuchstaben, denn die ID unterscheidet sie. Schreib eventuell „happystone.id“ dazu, dann weiß der Finder sofort, wo er nachsehen muss.
Schreib die ID (zum Beispiel 7F2K) mit einem schwarzen Acrylstift auf die Unterseite und lackiere darüber. So bleibt sie für jeden Finder lesbar.
Lack ist Pflicht
Zwei dünne Schichten Klarlack schützen vor Regen, Frost und Sonne. Lack auf Wasserbasis mit dem Pinsel ist drinnen am angenehmsten. Sprühlack geht am schnellsten: draußen sprühen, mit dem Wind im Rücken und den Kindern auf Abstand. Lackiere auch die Unterseite, denn dort steht die ID. Zwei dünne Schichten halten besser als eine dicke, die lange klebrig bleibt.
Matt oder glänzend?
Beide schützen gleich gut. Glanzlack macht die Farben tiefer und lässt einen Stein in der Sonne glitzern, sodass er schneller auffällt. Mattlack wirkt ruhig und natürlich und zeigt keine Fingerabdrücke. Nimm, was dir gefällt; wichtig ist nur, dass du lackierst.
Trocknen lassen, wirklich trocknen
Gib jeder Farbschicht eine Stunde und dem Lack eine Nacht. Bei feuchtem Wetter oder in einem kalten Schuppen dauert es länger. Ein Stein, der zu früh nach draußen kommt, klebt an allem fest, frag uns nicht, woher wir das wissen. Ein Eierkarton oder ein Stück Backpapier ist ein prima Trockengestell.
Was du besser zu Hause lässt
Loser Glitzer, Wackelaugen, Sticker und aufgeklebte Deko lösen sich mit der Zeit und landen in der Natur. Wenn du es glitzernd magst, nimm Glitzerfarbe und lackiere darüber. Bleib bei Farbe und Lack, dann ist dein Stein schön für den Finder und harmlos für Vögel und Igel.
Also: Schnapp dir einen glatten Stein, stell die Farben bereit und plane den Lack für morgen ein. In ein paar Wochen glänzt dein Stein irgendwo draußen, und du kannst auf der Karte verfolgen, wer ihn findet.



